Tipp 15: Verzichte während deiner Trauzeugenrede auf Fotos oder Videos

(Aus der Reihe: 22 Tipps für lustige Trauzeugenreden)

Als Martin Luther King 1963 in der US-amerikanischen Hauptstadt Washington seinem Publikum die berühmte Rede „I have a dream“ vortrug, zeigte er dabei keine Fotos oder Videofilme, die seine Ideen Gedanken näher illustrierten.

Dies geschah nicht etwa, weil es damals noch keine Großleinwände, Videoprojektoren und auch kein Power-Point-Computerprogramm gab. Auch wenn es diese technischen Möglichkeiten damals schon gegeben hätte, King hätte mit Sicherheit auf ihre Unterstützung verzichtet.

Denn in guten Reden geht es darum, die Vorstellungskraft ihrer Zuhörer anzuregen. Ein Bild, dass im Kopf der Zuhörer entsteht, ist nämlich viel schärfer und bleibt länger in Erinnerung, als ein Foto oder Video jemals sein könnten.

Das gilt heute noch mehr als in den 60er Jahren, denn heute werden wir mit Foto- und Filmaufnahmen geradezu überflutet. Ein Bild, das du während deiner Hochzeitsrede an die Wand wirfst, und sei es ein noch so süßes Kinderfoto der Braut oder ein noch so peinliches Video aus der Studienzeit des Bräutigams, läuft Gefahr, in der Masse der Bilder, die dein Publikum jeden Tag zu sehen bekommt, unterzugehen.

Hinzu kommt, dass Bilder von deiner Trauzeugenrede ablenken. Nachdem die Gäste herzlich über die Fotos gelacht haben, musst du die Aufmerksamkeit der Zuhörer erst wieder mühsam zum Inhalt deiner Trauzeugenrede zurückführen.

Wer im Rahmen einer Hochzeit alte Fotos oder Filme zeigen möchte, sollte das natürlich tun. Doch die Hochzeitsrede des Trauzeugen eignet sich dafür nicht besonders gut.