Noch mehr Tipps für deine Hochzeitsrede

Von Stephan Pinkwart

 1.Tipp: Gleich am Anfang begeistern:

Du musst es gleich schaffen, beim Anfang ein Höhepunkt zu setzen, damit die Aufmerksamkeit oben ist und bleibt. Zum Beispiel mit einer humorvollen Bemerkung. Etwa so:

„Liebe Hochzeitsgäste, ich bin hier her gekommen um das schönste Paar zu erfreuen. Ab heute müssen sie sich gegenseitig betreuen.“

An diesem Beispiel kannst du gut erkennen, wie lustig und humorvoll so ein Anfang sein kann.

Tipp 2: Sprachbilder verwenden

Du kannst deine Zuhörer mitreißen, indem du Bilder in ihren Köpfen erzeugst. Dadurch kannst du die Stimmung nicht nur auflockern, sondern auch zum Nachdenken animieren.

Zum Beispiel so: „Der Bräutigam ist stark wie ein Stier, wenn es ums Bauen geht. Inwieweit sich das auf andere Dinge überträgt, kann ich ihnen leider nicht sagen.“

Dadurch machst du in den Köpfen der lustigen Hochzeitsgäste gleich ein Schmunzeln und Begeisterung. Einige werden sich freuen, die anderen kichern. Auf welche Art und Weise auch immer, du hast die Lacher auf deiner Seite.

Tipp 3: Fehler vermeiden

Fettnäpfchen solltest du aus dem Weg gehen. Wichtig ist, dass du die Gäste nicht langweilst und ein paar spannende Momente einbaust. Und auf keinen Fall solltest du zu lange sprechen. Maximale Rededauer: fünf Minuten.

Ideen für spannende Momente einbauen:

  • das Sektglas erheben für das Brautpaar oder für die Braut
  • eine Anekdote am Rande erzählen. Die könntest du so einleiten: „Bevor ich weitermache mit meiner Rede, möchte ich kurz eine lustige Begegnung erzählen, die sich zwischen meinem frisch angetrauten Schwiegersohn und mir bei der Jagd zugetragen hat.
  • Personen um Publikum direkt ansprechen. Etwa so: „Ich weiß, dass sie gerade denken, dass dieses Paar glücklich sein wird. Ich lege noch eins drauf. Wenn ich mir unsere beiden Turteltäubchen heute so angucke, habe ich keinen Zweifel, dass sie in den Flitterwochen jeden Tag ein Ständchen singen werden.“

Tipp 4: Üben hilft gegen Lampenfieber

Wer beim Vortrag zu nervös ist, wird sein Publikum auch mit dem besten Redetext nicht begeistern. Das kannst du tun, um den großen Bammel in den Griff zu bekommen.

Ein paar Tage vorher

  • Vor dem Spiegel trainieren und dir mental im Kopf den Auftritt durchgehen
  • Den Text an einigen Stellen immer wieder nachbessern und schärfen. Trage deinen Text auch einem Probepublikum vor, damit du weißt, was kommt gut ankommt und welche Stelle die Zuhörer begeistern

Vor dem Auftritt

  • Zur Ruhe kommen und eventuell einen Tee trinken
  • Den Auftritt NICHT mehr gedanklich durchgehen, da man sonst durch falsches Üben unsicher wird